Radiästhesie

Radiästhesie (auch «Strahlenfühligkeit» genannt) ist die Lehre über Methoden, mit Hilfe von dafür geeigneten Hilfsmitteln bestimmte Strahlungen oder Schwingungen aufzuspüren, welche mit den menschlichen fünf Sinnen normalerweise nicht wahrnehmbar sind.

Solche Instrumente sind seit uralten Zeiten bekannt. In dem alten Babylonien haben speziell dafür ausgebildete Priester eine Art von Krummstab benutzt, welcher in akkadischer Sprache Gamlu genannt wurde. Diese Art des Instruments fand man auch bei den Hethitern in Kleinasien, unter dem Namen Kalmusch. Die sicher bekannteste Version dieses Krumstab-Instrumentes war etruskischer und später römischer Lituus.

In vielen Volkstraditionen wurde sehr oft die Y-förmige «Wünschelrute» verwendet, welche ursprünglich ein abgebrochener Haselnusszweig war. Später wurden solche Ruten auch aus Metall gebaut und heute findet man sogar die Kunststoffexemplare.

Seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts finden auch sogenannte Antennen den Einzug in die Radiästhesie. Das sind Lecher- und H3-Antenne, über welche in weiteren Artikeln noch mehr geschrieben wird.

Ein wichtiges radiästhetisches Instrument ist sicher auch das Pendel. Es gibt in diesem Bereich heutzutage ein breites Angebot an Formen, von ganz einfachen, allgemein einsetzbaren Pendeln bis zu nur für bestimmte Zwecke angefertigten («Isis»-Pendel, «Osiris»-Pendel usw.). Auch darüber in einem separaten Artikel mehr.

Im englischsprachigen Raum wird für Radiästhesie der Begriff «dowsing» verwendet. Gemäss dem Online Etymology Dictionary ist das ein Wort aus dem südenglischen Dialekt mit ungewisser Herkunft, das angeblich in der elisabethanischen Zeit von deutschen Bergleuten nach Devon gebracht wurde.

In der russischen Sprachregion wird dafür das Wort «Biolokation» verwendet.